
Einmal nicht aufgepasst und schon ist es geschehen. Ob Insektenstiche, schmerzende Füße, Erkältungen oder Kopfschmerzen: Wenn im Alltag kleinere Wehwehchen und gesundheitliche Beschwerden auftreten, muss nicht immer sofort der Arztbesuch folgen. Alte und bewährte Hausmittel können als Erste Hilfe-Maßnahme sehr wirksam sein. Was wann helfen soll und was es beim Gebrauch und der Anwendung von natürlichen Heilmitteln zu beachten gilt: Wir haben schnelle Hilfe für Dich!
Von Generation zu Generation wurden die Hausrezepte weitergereicht - und gerade in den letzten Jahren sind die Natur- oder Klosterheilkunde sowie einfache Hausmittel für alle Bereiche des Lebens wiederentdeckt worden und erleben heutzutage einen regelrechten Boom. Wir haben bewährte Anwendungen für Dich zusammengesucht:
Fußprobleme
Blasen an den Füßen sollten nicht geöffnet oder aufgestochen werden. Tipp: Ein lauwarmes Fußbad kann Linderung verschaffen. Einen Esslöffel Meersalz und etwa zehn Tropfen Lavendel-Essenz ins warme Wasser geben. Nach dem Fußbad die Blasen mit einem Pflaster schützen, bis sie eingetrocknet sind. Bei schmerzhaften Fußsohlen kann man diese mit naturtrüben Apfelessig einreiben, das lindert das Brennen. Bei Hühneraugen sollen Auflage mit aufgeschnittenen Rosinen (mit Pflaster festkleben) oder mit frischen Zwiebelscheiben (mit Mullbinde fixieren) helfen.
Übelkeit und Erbrechen
Zuerst sollte viel frische Luft tief eingeatmet werden. Außerdem kann man etwas Minzöl auf dem Handrücken oder einem Taschentuch verteilen und daran riechen. Gegen Brechreiz soll auch helfen, eine frische Zitronenscheibe zu lutschen. Ein Tee aus Kamille, Pfefferminz, Kümmel und Fenchel beruhigt einen nervösen Magen. Cola und Salzstangen haben sich bei Erbrechen bewährt. Sanfte Magenkost: Ein Haferbrei aufgekocht aus Haferflocken und Wasser oder Zwieback. Bei Durchfall und Erbrechen wird dem Körper viel Flüssigkeit entzogen, daher muss zusätzlich in jedem Fall viel Wasser getrunken werden!
Halsschmerzen
Der Halswickel aus (Mager-)Quark ist ein altes Hausmittel gegen Halsschmerzen. Kommt der Quark mit der warmen Haut in Berührung, beginnt ein Milchsäureprozess, welcher positiv auf die entzündete Stelle einwirkt. Ein Quarkwickel wirkt abschwellend und schmerzlindernd, er eignet sich auch gut für empfindliche Haut. Den Quark dick auf ein Tuch streichen, um den Hals legen und mit einem zweiten Handtuch oder Wollschal umwickeln. Etwa drei Stunden wirken lassen, bis der Quark trocken ist. Alternative Tee: Mit heißem Wasser einige Holunderblüten aufgießen, ziehen lassen und nach Bedarf mit Honig süßen.
Insektenstiche
Es gibt ein einfaches Hausmittel, um bei einem Insektenstich das Gift aus der Wunde zu bekommen: Ein angefeuchtetes Stück Würfelzucker auf den Stich legen. Der Zucker zieht die Flüssigkeit und somit das Gift heraus, der Juckreiz wird gemindert. Bei größeren Stichen oder Schwellungen: Kalte Umschläge mit essigsaurer Tonerde oder mit Essigwasser (ein Teil Obstessig, zwei Teile Wasser). Ansonsten hilft (bei Wespenstichen) auch eine aufgeschnittene Zwiebel: Stelle mit Zwiebel einreiben, den Zwiebelsaft etwa zehn bis fünfzehn Minuten lang einziehen lassen und die Stelle anschließend kühlen. Insektenstiche nie aufkratzen, das kann zu Infektionen führen!
Kopfschmerzen
Als erste Maßnahme: Viel Wasser trinken, denn Kopfschmerzen können oft auf einen Flüssigkeitsmangel hinweisen! Helfen kann auch, den Nacken abwechselnd warm und kalt abzuduschen. Erste Kühl-Hilfe: Kältekompresse oder einen kalten Umschlag auf die Stirn oder in den Nacken legen. Ebenfalls wirksam: Die Schläfen mit Melissengeist oder Minzöl (auch als Stift in der Apotheke erhältlich) massieren. Gut helfen soll auch ein starker Kaffee mit frischgepresstem Zitronensaft (ohne Zucker). Bei Katerstimmung: Der Körper benötigt viel Flüssigkeit, Salz und Vitamine zurück, da helfen eine salzige Brühe und ein Glas frisch gepresster Orangensaft.
Mundgeruch
Wenn er keine entzündliche Ursache hat, können neben der normalen Zahnhygiene einfache Dinge helfen: Mehrmals am Tag immer mal wieder entweder frische Petersilie, ganze Kaffeebohnen oder Wacholderbeeren kauen. Gurgeln und spülen kann man mit warmem Salzwasser (ein bis zwei Teelöffel Salz in ein Glas Wasser), frisch ausgepresstem Zitronensaft (eine halbe Zitrone für ein Glas Wasser) oder Kamillentee. Ein weiteres Hausmittel für eine gesunde Mundflora: Mindestens drei Wochen lang zwei- bis dreimal täglich einen kleinen ungesüßten Naturjoghurt essen.
Extra-Tipps
Noch mehr Hausmittel - unsere Web-Tipps:
http://www.mamashausmittel.de
http://www.hausmedizin.com
http://www.hausmittelchen.de
Weiterführende Bücher-Tipps:
Jörg Zittlau "Hausmittel. Geprüfte Naturheilmittel ohne Nebenwirkungen", Südwest 2007, ISBN 978-3517082509, Sonderausgabe 12,95 Euro
Laurel Vucovic "1001 natürliche Hausmittel", Dorling Kindersley 2004, ISBN 978-3-831005413, Taschenbuch 16,90 Euro
Cornelia Nitsch "Dr. Mama! Das andere Buch der Kinderkrankheiten", Goldmann 2003, ISBN 978-3442165513 , Taschenbuch 9,90 Euro