
Endlich Erdbeerzeit!
Oda Tietz zeigt in ihren Rezepten, wie wunderbar Pudding und Sahne, Quark und Schmand, Milch und Joghurt, Eis, Crêpes und Crèmes, Käse und Schinken, Ingwer und Minze, Sekt und Likör mit Erdbeeren kombiniert werden können. Denn die Königin unter den Beeren ist nicht nur zum Reinbeißen schön und voller Wohlgeschmack, von betörendem Duft und magischer Anziehungskraft - sie verträgt sich auch mit vielerlei anderen Früchten und kandierten Blüten, krönt Torten, Törtchen und Desserts, veredelt Salate, Suppen und Getränke auf raffinierteste Weise. Und als Marmelade oder Konfitüre ist sie der Star auf jedem Frühstücktisch.
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Erdbeeren sind hierzulande die beliebteste Obstsorte. Warum aber sollte man immer die Erdbeeren nur fertig verpackt kaufen? Kinder wollen aktiv Dinge erleben und lernen - und wie sonst sollen sie erfahren, wo und wie zum Beispiel unsere schönen Obstsorten wachsen? Um den Kindern spielerisch einzelne Nahrungsmittel näher zu bringen, die sie sonst vielleicht nicht mal essen würden, stellen Sie einfach mal einen Tag für gemeinsame Unternehmungen unter ein bestimmtes Motto - zum Beispiel „Erdbeertag“. Machen Sie einen gemeinsamen Erdbeeren-Pflückausflug - denn gerade den Kleinen macht es viel Spaß, die leckeren roten Früchtchen selbst zu ernten - und natürlich kräftig nebenher zu naschen! Noch dazu sind die Früchte auf diese Weise billiger.
In Deutschland gibt es immer mehr Felder, auf denen man seine Erdbeeren selber ernten kann. Die Hauptangebotszeit heimischer Erdbeeren ist von Mai bis August. Wer übers Land fährt, kann fast überall Schilder zu diesen Pflück-und Sammelstellen finden. Auch im Internet gibt es Hinweise auf die Felder: Unter http://www.selbst-pfluecken.de sind viele Erdbeerhöfe nach Postleitzahlen aufgelistet.
Erdbeerpflücker treten meistens in größeren Scharen an, gerade an warmen Tagen. Daher gilt: Früh zum Feld fahren! Es sind dann, wenn man Glück hat, noch nicht allzu viele Leute da, aber dafür umso mehr schöne Erdbeeren - und man schafft es auch, mit dem Sammeln fertig zu sein, bevor die Mittagshitze das Pflücken zu mühselig macht. An etwas kühleren Tagen zu pflücken ist noch besser, weil dann die Früchte nicht zu schnell weich werden und verderben.
Am besten packen Sie sich etwas zu Essen und vor allem etwas zu Trinken ein! Wasser trinken schützt bei Anstrengung vor einem Sonnenstich. Außerdem sollte man nicht vergessen, sich gründlich mit Sonnencreme einzureiben!
Man sollte sich auch vor dem Pflücken schon überlegen, was man nachher mit den Früchten machen will - und wie viele Erdbeeren man dafür braucht. Ein paar Tipps zum Haltbarmachen und Rezepte für kühle Drinks finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Die meisten Plantagen-Besitzer stellen Körbe oder ähnliche Sammelbehälter zur Verfügung (kann man telefonisch vorher erfragen). Wer dennoch lieber einen eigenen Korb mitbringt, sollte darauf achten, dass dieser nicht zu tief ist, denn sonst werden durch das Gewicht schnell die unteren Erdbeeren zerdrückt.
Beim Pflücken sollte man aufpassen, nicht auf die empfindlichen Erdbeerpflanzen und natürlich die Früchte zu treten. Auch Kindern sollte man dieses erklären - denn es wollen ja noch viele Leute leckere und frische Erdbeeren pflücken.
Unbedingt nur die wirklich dicken, roten Erdbeeren pflücken, denn die Früchte mit grünen Stellen sind noch nicht voll ausgereift!
Wenn man beim Sammeln verfaulte oder beschädigte Erdbeeren entdeckt, so sollte man diese ebenfalls abpflücken und auf dem Boden zwischen den Reihen liegenlassen. So kann mit Ihrer Hilfe der Erdbeerbestand des Feldes frisch und gesund gehalten werden.
Erdbeeren möglichst sofort verzehren, sonst leidet das Aroma. Die Lagerung von Erdbeeren ist wegen der empfindlichen und leicht verderblichen Früchte sehr schwierig. Sie können im Kühlschrank drei bis vier Tage aufbewahrt werden (am besten mit Abstand verteilt auf einem mit Küchenkrepp ausgelegten Teller).
Erst kurz vor dem Verzehr sollten die Erdbeeren vorsichtig in einer Schüssel mit Wasser gewaschen werden. Achten Sie darauf, dass beim Waschen und Putzen keine Druckstellen entstehen. Ein harter Wasserstrahl kann die Früchte verletzen, sie verlieren dann Saft und Aroma. Aus dem gleichen Grund werden Stiele und Blätter auch erst nach dem Waschen abgezupft. Die Früchte immer erst kurz vor dem Servieren zuckern, sonst ziehen sie zuviel Saft und werden weich.
Größere Mengen können auch eingefroren werden, wenn man sie nicht direkt weiterverarbeiten oder essen möchte. Wählen Sie sorgfältig nur einwandfreie Früchte aus. Die gesäuberten Früchte auf einen Teller oder Tablett legen und drei bis vier Stunden zum Schockgefrieren ins Tiefkühlfach oder in die Gefriertruhe legen. Danach können die vorgefrosteten Erdbeeren in einen Gefrierbeutel oder eine Schüssel gefüllt werden. So kleben die Erdbeeren später nicht zusammen und können auch einzeln entnommen werden. Tiefgefroren halten sie sich etwa ein Jahr, beim Auftauen verlieren sie jedoch an Farbe und Geschmack.
Übrigens: Die Königin der Beeren, wie die Erdbeere häufig genannt wird, stammt aus der Familie der Rosengewächse, zu denen auch Kirschen, Pfirsiche und Himbeeren gehören. Die rote Frucht, die wir so gerne essen, ist eigentlich gar keine Beere. Der rote Teil ist tatsächlich eine Scheinfrucht. Die eigentlichen Früchte sind die Nüsschen, die auf dem roten Fruchtboden sitzen.